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Wirkstoffe aus dem Bienenstock

Wirkstoffe aus dem Bienenstock

Wirkstoffe aus dem Bienenstock
© Foto: Sassi/
Pixelio.de

Nicht nur zum Kerzenziehen Bienenwachs

Um ihre Waben aufzubauen, produzieren Bienen ein Wachs, das den meisten von uns in Form von wohlriechenden goldgelben Kerzen schon einmal begegnet ist. Viele kennen es auch als Zusatz in diversen Pflegemitteln für Leder und Holz. Mit Bienenwachslasur haben Schmiede früher sogar Eisen gegen Rost geschützt. Bienenwachs ist ebenfalls Bestandteil von kosmetischen Präparaten für Haut– Haar- und Lippenpflege. Dass es auch in der Heilkunde eine Rolle spielt, wissen nur die Wenigsten.

Woraus besteht Bienenwachs?

Bienenwachs ist eine zähe, fettartige mit Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Substanz. Dazu kommen im Allgemeinen noch winzige Dosen Propolis, die von den Bienen in ihren Wabenzellen zur Desinfektion genutzt werden, wodurch das Bienenwachs propolisähnliche, wenn auch um einiges schwächere, Wirkung entfaltet.

Wussten sie schon?

  • Bienenwachs schon seit mindestens 5000 Jahren von Menschen auf unterschiedlichste Weise verwendet wird?
  • Entdeckelungswachs hilfreich ist bei Allergien?
  • Bienenwachs in Kombination mit Kräuterextrakten zu einer Art wohlschmeckendem Kaugummi gemacht werden kann? Es wird in der Behandlung von Entzündungen in Mund – und Rachenbereich eingesetzt.
  • Bienenwachs für Wickel und Auflagen verwendet wird und so hilft, Beschwerden bei Rheuma und Arthrosen zu lindern?
  • Bienenwachs Erdstrahlen abhält und deshalb schon von den alten Ägyptern unter die Matratze gelegt wurde?
  • Bienenwachs in vielen natürlichen Kosmetika und Hautpflegemittel enthalten ist?
  • Bienenwachs russfrei verbrennt?
  • Bienenwachs zur Entfernung von Körperhaaren benutzt werden kann?

Gelee Royale - Der Stoff der Königinnen macht

Dieser Futtersaft, den die Arbeiterinnen und Drohnen nur in den ersten Tagen ihres Larvenstadiums erhalten, bekommt die Königin ihr ganzes Leben lang. Es macht sie zu dem, was sie ist, denn es gibt keinen genetischen Unterschied zu einer Arbeiterin.

Dieser Weiselfuttersaft, wie Gelee Royal auch genannt wird, hat die Farbe und Konsistenz von Naturjoghurt und schmeckt ebenfalls säuerlich. Nur sehr junge Bienen sind in der Lage ein hochwertiges Gelee Royal herzustellen. Später verlieren sie diese Fähigkeit.

In Gelee Royal sind alle Stoffe enthalten, die unser Körper braucht um, neue gesunde Zellen zu bilden.

Die Inhaltsstoffe

Gelee Royal enthält Kohlenhydrate, alle essentielle Aminosäuren, Peptide, essentielle Fettsäuren, Enzyme Vitamine, Hormone und Spurenelemente in optimaler Zusammensetzung.

Gelee Royal ist das wertvollste natürliche Nahrungsergänzungsmittel und hilft immer dann, wenn unser Körper durch Krankheit oder Stress geschwächt wird.

Gelee Royal ...

  • fördert die Bildung von neuen gesunden Zellen (auch im Knochenmark).
  • hilft dem Immunsystem.
  • regt den Stoffwechsel an.
  • hat eine antibakterielle, antivirale und fungizide Wirkung.
  • hat einen positiven Einfluss auf den weiblichen Hormonhaushalt.
  • stimuliert die innersekretorischen Drüsen.
  • kann in der Tumortherapie wirksam eingesetzt werden.

Propolis - Das natürliche Antibiotikum der Bienen

Propolis (auch Kittharz oder Bienenkleber genannt) ist ein gummiartiges, klebriges, harzhaltiges, thermoplastisches Material. Bestimmte Arbeitsbienen sammeln Harz von Knospen, Blättern und Baumrinden. Den Rohstoff liefern vor allem Pappeln, Weiden, Kastanien, Tannen, Fichten und Lärchen. Im Bienenstock wird das Harz mit Wachs und Pollen vermengt und mit einem speziellen Speichelsekret geschmeidig gemacht. Die Honigbienen verwenden Propolis als Baustoff für Ausbesserungs – und Isolierarbeiten, und zur Desinfektion des gesamten Bienenstocks. Die Bienen schützen damit ihre Behausung gegen Zugluft, Feuchtigkeit und Mikroben. Propolis ist sogar ein bedingter Schutz gegen radioaktive Strahlung für die Bienen.

Am Eingang des Bienenstocks befindet sich eine Art Verteidigungsschranke aus Propolis, die den heimkehrenden Bienen gleichzeitig als desinfizierender Fußabstreifer dient. Diese Funktion hat dem Propolis auch seinen Namen gegeben. Das Wort Propolis stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus dem Wort „Pro“, dt. „Vor“ und dem Wort „Polis“ dt. „Stadt“. Der Name bedeutet somit „(Verteidigungsanlage)vor einer Stadt“.

Das Propolis zählt zu den wirksamsten, natürlichen Antibiotika. Es besitzt antibakterielle, antivirale und fungizide Wirkung. Es bietet dem Bienenvolk Schutz vor Infektionen. Im Sommer leben 40.000– 60.000 Bienen auf engstem Raum zusammen. Dies erfordert peinliche Sauberkeit. So werden die Zellen vor jeder Eiablage mit einer mikroskopisch dünnen Schicht aus Propolis desinfiziert. Todgestochene Eindringlinge, die zu groß sind, um aus dem Stock getragen zu werden, wie z.B. Mäuse oder Schlangen, werden mit Propolis überzogen und mumifiziert, damit ihre Verwesungsgifte nicht die Gesundheit des Bienenvolkes gefährden.

Altbekannt und doch neu entdeckt

Geschichtliches

Die Kenntnis, welche der Mensch von Propolis hat, reicht nicht ganz so weit zurück wie die des Honigs. Wir wissen aber, dass bereits mehrere Jahrtausende vor unserer Zeit die Priester des alten Ägyptens diesen Stoff kannten und ihn in großen Mengen in der Chemie und der Kunst der Mumifizierung ihrer Toten gebrauchten.

Auch bei den Inkas war die antibiotische Wirkung des Propolis bekannt.

Propolis war vor allem als keimhemmendes Heilmittel bekannt und wurde von den alten Griechen über Napoleon bis hin zu den Russen im 2. Weltkrieg bei Kriegsverletzungen als Wundheilmittel verwendet.

Bei uns war die Heilwirkung von Propolis weitgehend in Vergessenheit geraten. Bei manchen Imkern und einigen Naturheilkundigen ist das Wissen zum Glück erhalten geblieben. Seit einiger Zeit hat Propolistinktur wieder in vielen Hausapotheken ihren festen Platz.

Heute erfährt Propolis eine Renaissance. Im Zeitalter von Antibiotika, die ihren Siegeszug nach dem 2. Weltkrieg antraten, glaubte man Besseres zu haben als Propolis. Die antibiotischen Waffen sind stumpf geworden. Wir werden immer häufiger mit resistenten Keimen konfrontiert. Propolis hat von seiner Wirksamkeit nichts eingebüßt, schließlich stecken darin viele Millionen Jahre Evolutionserfahrung. Propolis ist ein Stoff, der sehr viele unterschiedliche Komponenten enthält, die variabel in ihrer Konzentration sind ( deshalb lässt sich Propolis nicht standardisieren). Das erklärt jedoch die Tatsache, dass es gegen Propolis keine Resistenzen gibt. Propolis wirkt außerdem gegen Virus- und Pilzinfektionen. Das macht Propolis für die Forschung interessant und ein ganzes Heer von Wissenschaftlern versucht nun das Geheimnis seiner Wirksamkeit zu ergründen.

Anwendung von Propolis

Dosierung: Erwachsene nehmen 1 Tropfen je kg Körpergewicht verteilt auf 3-4 Gaben pro Tag. Die Einnahme auf Brot oder Honig ist am Besten geeignet.

Bitte immer erst mit 2-3 Tropfen anfangen, da es allergische Reaktionen auf Propolis geben kann.

In der Apotheke oder in gut sortierten Reformhäusern finden Sie Propolis-Lutschtabletten, Zahncreme, Mundwasser, Hautpflegemittel und Kapseln für die Gesundheitspflege.

Propolis kann in speziellen Geräten vernebelt werden und findet in dieser Form Anwendung bei chronischen Erkrankungen der Atemwege (Asthma, Bronchitis, Allergien). Manche Wellness- Hotels bieten Inhalationen mit Bienenstockluft direkt aus dem Bienenvolk an.

Welche Eigenschaften hat Propolis?

Für die heilende Wirkung von Propolis werden verschiedene Säuren (die bekannteste ist Acetylsalicylsäure - Aspirin) und die hohe Konzentration an Flavonoiden verantwortlich gemacht. Diese allein können aber nicht das Geheimnis der vielseitigen Wirkung sein. Vielmehr ist es wohl die noch lange nicht erforschte große Zahl von über 270 Inhaltsstoffen (Mineralien, Vitamine, Spurenelemente), die im Propolis in einer unnachahmlichen Kombination vorliegen.

Diese Wirkstoffe ...

  • unterstützen die Phagozyten (Fresszellen im menschlichen Immunsystem)
  • hemmen die Schmerz erzeugenden Prostaglandine
  • bekämpfen freie Radikale
  • beschleunigen die Wundheilung
  • binden giftige Schwermetalle
  • wirken einer übermäßigen Histaminausschüttung (Entzündungsreaktion) entgegen
  • stärken Blutgefäße und Zellmembranen
  • schützt die Haut und die Schleimhäute
  • wirken antidepressiv
  • verringern die Nebenwirkungen von Chemo- und Radiotherapie
  • wirken der Zahnfleischrückbildung entgegen und festigt die Zähne

Bitte beachten Sie, dass die Einnahme von Propolis den Arztbesuch bei gesundheitlichen Beschwerden nicht ersetzt. Propolis kann neben anderen Medikamenten unterstützend eingesetzt werden.

Zusammensetzung und Kalorienangaben der Blütenpollen

Enthalten sind im Pollen:

  1. Eiweiß
  2. Vitamine
  3. Fette
  4. Mineralstoffe

1. Eiweiß / Amminosäuren.

Im Blütenpollen sind bis zu 30% Eiweiß enthalten. 100 Gramm Pollen enthalten ungefähr soviel Eiweiß wie 500 gr. Rindfleisch. Mit nur 30 Gramm Blütenpollen pro Tag können Vegetarier ihren Bedarf an Eiweiß decken. Dabei müßen Sie ihrem Körper keine Balaststoffe zuführen.

20 der heute bekannten Aminosäuren (Eiweißbausteine) sind bis heute im Bienenpollen nachgewiesen worden: Cystin, Histidin, Trypophan, Methionin, Phenylananin, Threonin, Argenin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Valin und Glutaminsäure usw.

2. Vitamine
Fettlösliches Vitamin A als Provitamin Karotin ist im Bienenpollen reichlich vorhanden, Vitamin D, E, und K sind weniger vorhanden.

Bienenpollen sind sehr reich an Vitamin B Komplex. Dieser Bestandteil wirkt sich offensichtlich positiv auf die Körperenergie aus. Viele Menschen erleben durch die Ernährung mit Blütenpollen einen spürbaren Energiezuwachs. Vitamin B allein ist aber nicht der einzige Wirkstoff, der dazu beiträgt. Es ist das besondere Zusammenspiel der verschiedenen Pollenbestandteile, die den Blütenpollen so wirksam machen. Dieses besondere Zusammenspiel lässt sich auch in keinem chemischen Nahrungsergänzunsmittel der Welt reproduzieren. Die Wirkung von Blütenpollen ist somit einzigartig. Zusammen mit Blütenpollen sind GinSeng, Goji Beeren und Weizengras-Saft die nährstoffreichsten Nahrungsmittel auf unserem Planeten.

Blütenpollen enthalten ebenfalls: Carotine mit Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin E. Das sind zwei potentielle Antioxidantien. Außerdem  sind folgende wasserlösliche Vitamine reichlich vorhanden: Folsäure, Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Nicotinsäure, Nicotinsäureamid, PP-Schutzfaktor, Pyridoxin (B6), Biotin(H), Rutin (P). Ungefähr zu 50% enthält der Blütenpollen Kohlenhydrate.

3. Fette
Etwa 20% des Blütenpollen bestehen aus Fetten. Ungefähr zur Hälfte bestehen diese wiederrum aus den  drei ungesättigten Fettsäuren: Linolsäure, Linolensäure und Archidonsäure. Diese sind wichtig zum Aufbau von Phospholipoiden, zu der Verwertung der gesättigten Fettsäuren und des Cholesterins, sowie zur Bildung von Abwehr- und Immunstoffen.

4. Mineralstoffe
Blütenpollen enthält: Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Phosphor, Chlor, Silicium, Mangan, Schwefel.

Antibiotische Stoffe
Die antibiotische Wirkung des Blütenpollen ist wie im Honig einwandfrei nachgewiesen. 

Wirkstoffe
Im Blütenpollen wurden verschiedene Fermente festgestellt: Diastase, Invertase, Katalase,Phosphatase, Milchsäure und sucinsaure Deshydrogenase. Dies sind Stoffe, die helfen die aufgenommene Nahrung besser zu verwerten und Wirkstoffe, die das Wachstum beschleunigen können (Wuchsstoffe) und weitere natürliche Hormonstoffe, die sich äußerst positiv auf den Organismus auswirken.

Kalorienangaben

Blütenpollen Kalorien (Durchschnittswerte)

Bio-Blütenpollen

Menge                kcal                              Fett
100 gr.              358.00 kcal             2,30 gr